Homonymie


Homonymie

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Hom|o|ny|mie auch: Ho|mo|ny|mie 〈f. 19; unz.; Sprachw.〉 lautliche u./od. orthografische Übereinstimmung inhaltlich verschiedener Wörter, z. B. der Kiefer - die Kiefer; →a. Polysemie; → Lexikon der Sprachlehre [<grch. homos „gleich“ + onyma „Name“]

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Homonymie
 
[zu griechisch homo̅́nymos »gleichnamig«] die, -, Sprachwissenschaft: aus sprachhistorischer Sicht die gleiche Aussprache (Homophonie) und Schreibung (Homographie) von Wörtern (Homonymen) unterschiedlicher Bedeutung und Etymologie (z. B. »Bauer« als »Landmann« von althochdeutsch būari und »Bauer« in der Bedeutung »Vogelbauer« von althochdeutsch būr); in synchroner Sicht die gleiche Lautung und Schreibung von Wörtern, die bedeutungsmäßig verschieden sind und sich auch nach grammatischen Kriterien unterscheiden können, z. B. »Mutter« als Frau oder als »Schraubenmutter« (mit jeweils unterschiedlicher Pluralform), »der Band« und »das Band« als Substantive mit unterschiedlichem Genus, die »Wörter« (d. h. vereinzelte Wörter ohne Rücksicht auf den Zusammenhang) und die »Worte« (d. h. »Äußerung«, »Ausspruch«) als semantisch unterschiedene Plurale zum Substantiv »Wort«, »regen« und »Regen« als unterschiedliche Wortklassen zugehörige Termini. In synchroner Sicht sind die Unterschiede zwischen Homonymie und Polysemie fließend. Außer durch unterschiedliche Lautentwicklung entsteht Homonymie auch durch Bedeutungsdifferenzierung. Neben der lexikalischen Homonymie steht die strukturelle oder kategorielle Homonymie; sie liegt vor, wenn - bei gleicher Oberflächenstruktur eines Satzes - unterschiedliche Tiefenstrukturen zugrunde liegen (z. B. in dem Satz: »Ich sehe den Mann mit dem Fernrohr«, wobei »mit dem Fernrohr« sich auf das Objekt oder das Subjekt des Satzes beziehen kann).

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Ho|mo|ny|mie, die; - [griech. homōnymía = Gleichnamigkeit] (Sprachw.): lautliche Übereinstimmung von Wörtern mit verschiedener Bedeutung [u. Herkunft].

Universal-Lexikon. 2012.

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